Arita schleppte sich die wenigen Meter voran, bevor Kheruakh sie an den Schultern m�helos packte und ihr auf die Beine half. Er betrachtete sie kurz, bevor sich sein Gesicht zu einem L�cheln verzog. "...und Du wolltest sie nicht haben!" lachte er kurz, bevor er in das Dunkel des Tunnels schritt. Von au�erhalb des Tunnels war ein hohes Jaulen zu vernehmen, und Kheruakh erkannte das charakteristische Ger�usch eines Skyboards. "Sch�nes Wetter heute, nicht wahr?" erklang Sukhrams Stimme hinter Kheruakh. Er drehte sich kurz zu ihr um und l�chelte. "Es ist zu schade, dass unsere Mission uns ihm entzieht." Nach einigen Metern, als das schimmernde Licht bereits das sp�rliche Tageslicht �berdeckt hatte, sp�rte er eine bekannte Pr�senz an seiner Seite, eine durchsichtige, verzerrte Gestalt, die sich neben ihm herbewegte.
"Ihr seit sp�t," tadelte Kheruakh mit belustigtem Unterton in der Stimme. "Ich komme immer zum richtigen Zeitpunkt," grollte die Stimme des Dunklen Henkers in der ehrf�rchtigen Stille des Tunnels zur�ck. Er richtete den starren Blick seiner pupillenlosen Augen auf Sukhram. "Ah, die Kabale des Schwarzen Herzens erweist ihre Loyalit�t?" "Hoffentlich erweist Ihr auch die Eure, Mandrakchampion," antwortete Sukhram mit deutlich ver�chtlichen Unterton in der Stimme.
Schneller als das Auge mitverfolgen konnte, blitzte die Klinge des Dunklen Henkers auf und ritzte Sukhrams Kehle, an der ein kleines Blutrinnsal hinabzuflie�en begann. "H�tet eure Zunge, Dienerin des Vect, sonst ziert Euer h�bscher Kopf schon bald die Armlehne meines Thrones!" grollte seine Stimme durch den Tunnel, w�hrend er weiterhin seine Klinge an Sukhrams Kehle hielt. "Verzeiht meinen Ungest�m, Sire," entgegnete sie ruhig, "die Hitze der Schlacht raubte mir wohl den euch zustehenden Respekt." Der Dunkle Henker z�gerte eine Sekunde, bevor er die Klinge von Sukhrams Hals nahm. "Seht euch vor, dass euch nichts anderes geraubt wird, junge Dracite...," grollte er und wandte sich dem Ende des Tunnels zu. Langsam setzte sich die Gruppe wieder in Bewegung, und Kheruakh schritt an Sukhram heran.
"Ihr seit dem Henker nicht besonders wohlgesonnen, darf ich annehmen?" zischte er lautlos. "Sagen wir es so: sein Tod w�rde mein Herz nicht mit der gr��ten Trauer f�llten," antwortete sie fl�sternd. Kheruakh zog eine Augenbraue hoch und nickte leicht. Das war nicht weiter verwunderlich. Viele der Sch�del, die das Heim des Dunklen Henkers zierten, waren von Mitgliedern des eigenen Volkes, und es gab viele, selbst ranghohe Individuen der dunklen Eldar, die seinen Tod w�nschten, ja, gar herbeisehnten.
"Sagt, Kheruakh, was erwartet Ihr am Ziel unserer Suche zu finden?" fragte die junge Dracite leise, als die Gruppe immer weiter auf das schimmernde Licht zu bewegte. "Etwa ... den Dunklen Vater h�chstselbst?"
Kheruakh wandte ihr sein erstauntes Gesicht zu. "Es wundert mich, Sukhram, dass ihr ihn mit diesem Titel erw�hnt," begann er, "f�r Inccubi, zu denen auch ich einst z�hlte, mag dies wohl zutreffen. Unser Volk nennt ihn jedoch normalerweise bei seinem richtigen Namen, Arhra." Seine Gedanken wirbelten umher. Diese Dracite schien anders zu sein, anders als andere Angeh�rige seines Volkes. Seltsamerweise war er sich nicht sicher, wodurch sie sich von den Anderen unterschied, aber tief in seinem Inneren sp�rte er, dass etwas nicht mit ihr stimmte. Sie war erstaunlich schnell in den Rang einer Dracite aufgestiegen, was er so an Ger�chten vernommen hatte, und ihre Kampfk�nste spotteten allen Beschreibungen. Zweifelnd richtete er den Blick wieder auf das schimmernde Licht, als dieses rapide an Intensit�t zunahm.
Der Tunnel wurde breiter und m�ndete in eine grob aus dem Felsen gehauene H�hle, an dessen Decke Tropfsteine fast bis zum Boden hingen. Zwischen massiven Felsen, welche den Gro�teil des Bodens einnahmen, glitzerte Quarzsand und reflektierte das pulsierende Licht, welches von einem mit Runen �berzogenen Portal ausging. In der Mitte des Steintores gl�hte die Rune des Arhra mit bl�ulich schimmernden Licht, w�hrend unter ihr ein l�ngerer Text eingraviert worden war, welcher mit dem selben unnat�rlichen Licht erstrahlte.
Kheruakh lief die letzten Schritte auf das Portal zu, lie� sich auf die Knie nieder und begann, die Runen zu untersuchen. "Sie sind sehr alt....," begann er leise, "...�lter als die Sprache unseres Volkes, und sicher in einem Dialekt verfasst, der schon seit Urzeiten nicht mehr gesprochen wird. Entweder ist es eine Warnung oder eine Anleitung, wie dieses Portal zu �ffnen ist, da ich keinerlei �ffnungsmechanismen sehe."
Der Dunkle Henker schritt hinter Kheruakh und richtete seinen Blick ebenfalls auf die Schrift. "Ich kenne sie," antwortete er, "aber es ist lange her ... gebt mir einen Augenblick".
Arita lie� sich halb auf einen Felsen nieder und hielt sich die schmerzende Wunde in ihrem Oberschenkel. Die Blutung hatte fast aufgeh�rt, aber der Blutverlust war hoch gewesen, und sie f�hlte sich schwach und zittrig. Ihr gegen�ber stand die fremde Eldar und musterte sie streng.
Arita war sich sicher, wenn Kheruakh nicht anwesend w�re, h�tte die Eldar keine Sekunde gez�gert, ihr die gezackte Klinge, welche sie an der Seite trug, in den Leib zu rammen. Arita schloss kurz die Augen und keuchte, als eine erneute Schmerzwelle durch ihr l�diertes Bein zuckte. Sie �ffnete noch gerade rechtzeitig die Augen, um einen dunklen Schatten hinter der Eldar zu bemerken, welcher sich mit be�ngstigender Geschwindigkeit von einer Wand der H�hle l�ste, auf die Eldar zusprang und sich dabei bedrohlich aufrichtete, wobei er die gro�gewachsene Eldar um ein paar K�pfe �berragte. Ohne zu z�gern zog Arita ihre Splitterpistole und richtete sie auf den dunklen Schatten. Ein Begreifen blitzte kurz in den dunklen Augen der Eldar auf, als sie Arita mit auf sich gerichteter Waffe sah, und blitzartig zog die Eldarfrau ihre eigene Splitterpistole. Ein Zischen erf�llte den Raum, aus dem Lauf der Pistole l�sten sich blitzende Kristallsplitter und fetzten an Sukhrams Kopf vorbei, den dunklen Schatten hinter ihr niederstreckend. Einen Sekundenbruchteil bevor die Eldarfrau den Abzug durchdr�ckte fiel ihr von hinten die angsteinfl��ende und ekelerregende Gestalt eines H�hlenskorpions auf den R�cken, wobei die schwarzen Scherenklauen links und rechts �ber ihre Schultern baumelten. Angewidert sch�ttelte die Eldar das Gliedertier von sich, welches auf den Boden klatschte, noch ein paar Mal zuckte und dann still lag.
Arita wurde schwarz vor Augen, und sie sank anmutig zu Boden, wobei ihr die Splitterpistole aus der Hand fiel. Erst nach einiger Zeit blinzelte sie vorsichtig, als sie eine Hand in ihrem Gesicht sp�rte, die �ber ihr offenes Haar strich. "Wie ist dein Name?" drang wie von weit her eine Stimme an ihr Ohr. "...Arita..." fl�sterte sie knapp, bevor eine weitere Schmerzwelle sie zittern lie�. "Arita ... ich h�tte nie gedacht, dass ich das einmal zu einer Angeh�rigen deines Volkes sagen w�rde, aber ... danke. Ich verdanke dir mein Leben," antwortete die Stimme leise. Arita zwang sich trotz der Schmerzen zu einem L�cheln. War sie soeben von einem Herdentier zu einem Individuum bef�rdert worden ... ?
Heulend peitschte der Sturm die Sandk�rner gegen Bruder Silius� geschlossenes Visier, als sich das schwere Bike durch den lockeren Sand auf das Felsplateau zuk�mpfte. Die wirbelnde Chaosenergie, welche aus dem Plateau schlug, hatte sich schlagartig verst�rkt, peitschte aus der pl�tzlich sichtbar gewordenen �ffnung des Berges wie die Tentakel eines d�monischen Wesens und erf�llte Silius� Verstand mit schrillem Kreischen.
Es war Zeit, dieser Blasphemie Einhalt zu gebieten. Er �ffnete einen Voxkanal zu Gro�meister Venatius, wurde jedoch nur mit statischem Rauschen belohnt. "Nun gut," dachte er grimmig und �berpr�fte die eingebauten Bolter des Bikes. Die Magazine waren voll, die Scharniere zwar etwas mit Staub und Sand bedeckt, aber ge�lt. Er zog seine Plasmapistole aus dem Halfter und schraubte eine neue Hydrogeniumphotonenzelle an, bevor sich das Bike langsam durch den Sand auf die dunkle �ffnung des Berges zu bewegte.
Die Hand des Dunklen Henkers senkte sich �ber die letzte Rune und dr�ckte sie tief in den Felsen. Ein bedrohliches Knirschen erf�llte den Raum, hallte von den groben Felsw�nden wider und verstummte schlagartig, als das Portal nach au�en schwang und den Blick in einen weiten Raum freigab. Der Boden war mit glatt geschliffenen Steinplatten bedeckt, zwischen denen feiner Sand die Ritzen ausf�llte. W�nde und die Decke des Raumes verschwanden im Dunkel und hinterlie�en einen Eindruck, als ob man unter einem sternenlosen, finsteren Nachthimmel st�nde.
Ein tiefes, unh�rbares Summen erf�llte die Luft, dessen Vibrationen bis in die Knochen sp�rbar waren. Z�gernd betrat die Gruppe das Heiligtum, nur um von einem flackernden, blauwei�en Licht geblendet zu werden. In der Mitte des Raumes schwebte ein leuchtender, durchsichtiger Kristall etwa einen Meter �ber dem Boden und zerteilte die Finsternis mit Strahlen aus blendendem Licht. Wie ein Rohdiamant, ungeschliffen, von Mineraladern durchsetzt, aber nichtsdestotrotz von unvergleichlicher Sch�nheit. Koronen aus Energie schlugen hier und da aus dem Kristall, jedoch langsam und schwerf�llig, wie die Arme einer schl�frigen Riesenkrake. Kheruakhs Augen leuchteten in einem irrsinnigen Licht. Alles hatte er erwartet, eine weitere Steintafel, einen weiteren Hinweis, eine weitere Station auf seiner Reise, aber niemals eine ... Nachricht.
Ehrf�rchtig, fast �ngstlich, trat die Gruppe n�her an den Kristall heran, blieb jedoch in respektvollem Abstand stehen. Im Inneren des Kristalls hatte sich eine geisterhafte Erscheinung gebildet, welche jedoch vor ihren Augen zu verschwimmen schien. Nur grobe Umrisse waren erkennbar, ein Oberk�rper, zwei Arme, ein Kopf, alles aus einem seltsamen leuchtenden Nebel, welcher keine festen Konturen zu haben schien. Wie gebannt trat Kheruakh Schritt f�r Schritt n�her und konnte mehr Details der Gestalt erkennen, je n�her er trat.
Knapp oberhalb der K�rpermitte begann ein kunstvoll gearbeiteter Brustpanzer, in dessen Oberfl�che altert�mliche Runen eingraviert waren. Im ersten Moment erkannte Kheruakh die organischen Kurven eines Skorpionkrieger-Harnisches, im n�chsten Augenblick die geschwungenen Linien einer Inccubi-R�stung, bis Kheruakhs Verstand akzeptierte, dass die Panzerung vor ihm beide R�stungen in sich vereinte.
Das Gesicht der Gestalt wurde konturenreicher, ein schmales Kinn wurde von einer wohlgeformten Nase und einer hohen Stirn gekr�nt, �ber welche Str�hnen von langem schwarzen Haar fielen, nur unterbrochen durch die spitzen Enden zweier Ohren, die zwischen den Haarstr�hnen hervorragten wie gezackte Felsen in einer Stromschnelle. Kheruakh sank auf die Knie, ohne den Blick von der geisterhaften Gestalt zu nehmen, w�hrend er vor dem Kristall verharrte. Zwei dunkle Augen im Gesicht der Erscheinung �ffneten sich langsam und richteten sich auf die kniende Gestalt Kheruakhs.
Langsam, wie in Zeitlupe, �ffnete sich der Mund des Bildnisses ...
Das schwere Dr�hnen einer auf Hochtouren laufenden Maschine durchbrach mit pl�tzlicher Heftigkeit die ehrf�rchtige Stille des Raumes und riss die Gruppe aus ihrer Starre. Der Dunkle Henker wirbelte herum und hielt die Henkersklinge kampfbereit vor seinem K�rper, w�hrend Arita, Sukhram und Kheruakh ruckartig herumfuhren. Kheruakh zog sein Schattenkatapult aus dem Holster und sprang auf die Beine, als das Dr�hnen seinen H�hepunkt erreichte und eine Staubfont�ne aus dem Eingangstunnel drang.
Wie der Zorn eines allm�chtigen Gottes donnerten die synchronisierten Bolter gleichzeitig los und rissen mit den Einschl�gen der Boltgeschosse kleine Splitter aus den glattgeschliffenen Steinplatten. Bruder Silius hatte die Ursache der Chaosenergie bereits lokalisiert, als er den breiten Tunnel betreten hatte, und nun sah er die Blasphemie deutlich durch die get�nten Sehschlitze seines Visiers vor sich.
Wie eine verabscheuungsw�rdige, verdorbene Kreatur des Warp schwebte diese k�rperlich gewordene H�resie mitten in dieser St�tte des B�sen, umgeben von seinen G�tzendienern, unreinen Xenos! Er z�gerte keine Sekunde, richtete die Heiligkeit seiner Plasmapistole auf den Xenos-G�tzen und bet�tigte den Abzug.
Kheruakhs Gesicht spiegelte den Gem�tszustand seines Verstandes wider, als er den ersten verh�ngnisvollen Millimeter leeren Raumes zwischen der Plasmapistole und der wei� gl�henden Plasmaentladung erblickte. Im Bruchteil einer Sekunde injizierte der Drogeninjektor seiner Armschiene eine Kampfdroge in Kheruakhs Kreislauf und beschleunigte seine Bewegungen rapide. Er stie� sich vom Boden ab und warf sich zwischen den Kristall und die Plasmaentladung, doch selbst f�r die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der er sich nun bewegte, war Kheruakh zu langsam. Der Plasmabolzen zischte knapp an seinem Gesicht vorbei, versengte die Haut um sein Implantat, und drang in den Kristall ein wie ein hei�es Messer in Butter, schlug glatt durch den durchsichtigen K�rper, trat auf der R�ckseite des Steines wieder aus und verschwand in der Finsternis. F�r den Bruchteil einer Sekunde erschien die geisterhafte Gestalt in einem blendenden Licht, bevor der Kristall mit einem ohrenbet�ubenden Kreischen begann auseinander zu brechen.
Funken spr�hten von der Oberfl�che des Kristalls, Energieblitze zuckten ungez�gelt durch den Raum und ein m�chtiges Vibrieren lie� den Staub zwischen den Ritzen der Bodenplatten tanzen. Kheruakh, Arita und Sukhram wurden durch die Schockwelle von den F��en gerissen und landeten unsanft auf ihren Hinterteilen.
Das Bike des Ordenspriesters raste mit bet�ubendem Motorengedr�hn an der Gruppe vorbei, wobei sich Silius unter der singenden Klinge des Dunklen Henkers hinwegduckte, und verschwand kurz in der Dunkelheit, wobei es begann, eine lange Kurve zu beschreiben. Mitten in dieser Kakophonie aus Kreischen, Donnern und blendenden Energieentladungen war es der Dunkle Henker, der Kheruakh aus seiner Lethargie riss.
"Kheruakh, besinnt euch!" br�llte er, den L�rm �bert�nend, "woraus auch immer dieser Kristall seine Energie sch�pfte, sie wird nun freigesetzt! Wir m�ssen fliehen, ehe es zu sp�t ist". Ungl�ubig sch�ttelte Kheruakh die Hand des Henkers ab und kroch auf die �berreste des Kristalls zu, welche nun fast den Boden ber�hrten und sich weiterhin wie in Zeitlupe darauf zu senkten. Der Dunkle Henker riss ihn auf die Beine und blickte ihm kurz in die Augen. Einen kurzen Augenblick nur, einen Wimpernschlag lang, konnte der Dunkle Henker den unsagbaren Schmerz erkennen, all die Qualen der letzten Jahre, all die Bem�hungen, die nun zunichte gemacht worden schienen, bevor sich Kheruakhs Blick kl�rte und er wieder er selbst war.
Sein Kopf nickte zaghaft und er folgte dem Dunklen Henker, welcher im Laufschritt den langen Aufstieg zur Oberfl�che begann. Arita zuckte unter einer weiteren Schmerzenswelle zusammen und fiel schwer zu Boden, und ein schwarzer Schleier begann sich in ihr Gesichtsfeld zu schieben. Nur schwach bemerkte sie, dass zwei starke aber dennoch sanfte Arme sie hoch hoben und eiligst aus der Kammer trugen, w�hrend Ordenspriester Silius sein Bike gewendet hatte und noch einige Salven in die �berreste des Kristalls pumpte, bevor er auf den schmalen Ausgang zur Oberfl�che zusteuerte.
Kheruakh keuchte ob der Steigung des Tunnels, welchen die Gruppe im Eiltempo durchquerte. Seine Hand tauchte zu seiner Armschiene und bet�tigte den Kommunikationsschalter.
"Landef�hren, meldet euch! H�chste Eile ist geboten, startet Eure Triebwerke und begebt euch zu dem Felsplateau von dem ich Euch berichtet habe, landet dort schnellstm�glich und erwartet unsere Ankunft!" schloss er atemlos. Seine Gedanken kreisten wirr umher und lie�en das Dr�hnen schwerer Motoren hinter ihm fast verstummen. Ein abgehacktes Donnern hallte durch den langgezogenen Gang und lie� kleine Feuerblumen an den W�nden und der Decke des Tunnels aufbl�hen. Noch w�hrend er sich wie Sukhram und der Dunkle Henker zu Boden warf, durchzuckte ein gl�hendhei�er Schmerz seinen Bauch, seine Brust und seine Schulter und presste ihm jeglichen Atem aus den Lungen.
Noch bevor er hart auf dem felsigen Untergrund aufschlug wurde ihm schlagartig bewusst, dass all seine Bem�hungen hier und jetzt ein unabwendbares Ende fanden. Er w�rde hier, auf Bakka, sterben, in dem Wissen, versagt und sein Volk im Stich gelassen zu haben. Er bekam nur noch undeutlich mit, wie ein gro�er dunkler Schatten an ihm vorbeiraste, als er sein eigenes Blut in einem stetigen Rinnsal unter sich flie�en sah, und nur wie in einem Traum sp�rte er eine Hand auf seiner Schulter, die ihn weiter vorw�rts schleifte.
Surrend schlossen sich die gro�en Sturmrampen der Landef�hren, und das Jaulen der Triebwerke schwoll immer weiter an, bis sich die F�hren schwerf�llig vom Boden erhoben von einer gewaltigen, roten Staubwolke umwirbelt. Langsam beschleunigten die Eldarf�hren und zogen dicht �ber dem Sandsturm dahin, bis sie das Plateau erreichten und dar�ber in weiten Kurven kreisten, wie Raubv�gel �ber einem dem Tode geweihten Beutetier.
"Gro�meister Venatius, die Blasphemie wurde durch das heilige Feuer unseres Imperators gereinigt," klang die aufgeregte Stimme Bruder Silius� durch den Voxkanal, "aber ich rate zu einer dringenden Evakuierung des Planeten! Welche h�retische Macht auch immer diesen G�tzen am Leben hielt, sie beginnt nun ihrem Gef�ngnis zu entfliehen! Eilt Euch, Bruder, besetzt die Thunderhawks und leitet unsere Br�der von dieser unheiligen St�tte, �ber die der Tag des j�ngsten Gerichts hereinbrechen wird!!!"
Arita war bereits bewusstlos, als sie die Oberfl�che des Planeten erreichten. Der Sturm hatte sich beinahe gelegt, und durch die wirbelnden Sandfont�nen konnte der Dunkle Henker ein St�ck des r�tlichen Himmels erkennen, aus dessen Mitte sich die beiden Landef�hren dem Boden entgegen senkten. Noch bevor die F�hren gelandet waren, senkten sich die Sturmrampen und entlie�en einige Krieger der Kabale, welche der Gruppe entgegenliefen.
Ein pl�tzliches Fauchen lie� die Gruppe zusammenfahren, und ein blendender Blitz entlud sich aus einer der wirbelnden Staubfont�nen, sengte an der zweiten F�hre vorbei und hinterlie� eine schwarze Brandspur auf der ansonsten makellosen Au�enh�lle der F�hre. Aus dem wirbelnden Sturm schritt ein massiver Schatten, dessen hydraulische Schritte das Heulen des Windes �bert�nte.
Die synchronisierte Laserkanone schwang herum und richtete sich auf die erste der beiden F�hren, wobei ein schrilles Kreischen signalisierte, dass sie den n�chsten Schuss nachlud.
Schnell nahm der Dunkle Henker Kheruakh von seinen Armen und �bergab ihn den ihnen entgegen eilenden Kriegern. "Geht!" rief der Dunkle Henker und hob seine blitzende Klinge, "ihr k�nnt hier nichts mehr ausrichten!" Der Dunkle Henker verschwand aus ihrem Blickfeld, nur um eine Sekunde sp�ter direkt unter der massigen Gestalt des Cybots aufzutauchen. Die Henkersklinge blitzte auf und schnitt glatt durch die beiden L�ufe der Laserkanone, welche an den durchtrennten R�ndern rot gl�hten, die geladene Energie entlud sich in einem glei�enden Funkengewitter und brannte sich fast auf der Netzhaut des Betrachters ein. Der Henker schwang sich auf die adamantene Au�enh�lle des Cybots und hob seine Klinge zum erneuten Schlag, als eine wirbelnde Staubwolke die beiden k�mpfendenden Giganten einh�llte.
Mit letzter Kraft erreichte die Gruppe die gesenkte Sturmrampe der nur in f�nfzig Metern entfernt gelandeten F�hre. Die Krieger trugen Kheruakhs K�rper in die hinteren Sektionen des Schiffes. Sie hatten kaum den Fu� von der Oberfl�che Bakkas genommen, als die F�hren bereits mit be�ngstigender Geschwindigkeit aufstiegen.
Das Felsplateau und die daraus hervor brechenden Energieblitze schrumpften rasch unter ihnen, bis die Welt in wei�em Licht zu versinken schien. Li�Ath schloss krampfartig die Augen und bedeckte sie mit den H�nden, nur um festzustellen, dass durch ihre H�nde die Fingerknochen durch schienen. Gleichzeitig brandete eine Druckwelle gegen die F�hren und lie� sie wie Papierschiffchen schaukeln. Tief unter ihnen, auf der Oberfl�che des Planeten, stieg ein wei�er Feuerball auf, w�hrend sich am Boden ringf�rmig um das Plateau Energiewellen bildeten und wie eine Sturmflut auseinander str�mten, im Umkreis von mehreren tausend Kilometern das sp�rliche Leben versengend, das sich auf Bakka im Lauf der Jahrtausende angesiedelt hatte. Der Feuerball stieg bis in die Troposph�re, wurde nach langen Sekunden schw�cher und begann zu verblassen, w�hrend die F�hren in den niederen Orbit vorstie�en.
Li�Ath hatte sich eben auf den Platz des Kopiloten geschwungen, als der Pilot sich an sie wandte. "Mein Lord, wir haben den niederen Orbit verlassen! Die Sensoren melden eine Staffel feindlicher J�ger auf Abfangkurs ... einen Moment ... ich erhalte neue Werte von den Sensoren!
Mein Lord, eine Flotte unbekannter Schiffe f�llt soeben aus dem Warp!" Li�Ath drehte sich rasch um und sah aus der get�nten Scheibe des Cockpits, als sich rund um die F�hren glei�ende Scheiben aus Licht bildeten, aus denen eine Hundertschaft von Schiffen str�mte. Verb�ndete? Feinde? Li�Ath erblasste, als sie durch Scheibe erblickte, wie nur wenige Kilometer hinter ihnen ein monstr�ses Unget�m von einem Schiff aus dem Warp fiel. Der golden und wei� bemalte Bugschild starrte nur so von Gesch�tzen, aus den Hangars str�mten J�ger wie zornige Hornissen aus einem besch�digten Nest, und �ber all dem erhob sich eine gewaltige goldene Statue, ein Schwert vor sich haltend, das Antlitz im Schatten einer goldenen Kapuze verschwindend
"Excelsior, hier spricht das imperiale Imperator Schlachtschiff "Legatus Stygies"! Wir haben Eure Nachricht erhalten und stehen zu Eurer Verf�gung!" dr�hnte eine ehrfurchtgebietende Stimme durch s�mtliche Funkkan�le. "Ergebt euch, Eldarabschaum! Ihr habt zehn Sekunden Zeit, um die Schilde zu senken und euch widerstandslos der Gnade des Imperators zu ergeben! Enterkommandos werden die Schiffe in Gewahrsam nehmen!"
Li�Ath blickte von ihrem Platz auf dem Kopilotensitz auf und wandte den Kopf zum Piloten der Landef�hre. Sie aktivierte einen Kommunikationskanal. "Ich habe ihre primitive Sprache nur undeutlich verstanden, aber sie wollen dass wir die Schilde senken und uns ergeben. Ich schlage vor, wir kommen ihrer Forderung nach..." sprach sie leise mit den Piloten, "und sobald sie sich in Sicherheit wiegen, aktiviert die Kurzstrecken-Sprungtriebwerke! Ohne Tr�gerschiff wird es zwar ein wilder Ritt werden, aber im Moment bleibt uns keine andere Wahl!"
Ein Kopfnicken des Piloten und eine knappe R�ckmeldung der zweiten F�hre best�tigten ihren Plan. Auf den Cockpitmonitoren wurden zwei schlanke Enterboote sichtbar, die aus einem der gewaltigen Hangare in der Flanke des Schlachtschiffes starteten und ihren Bug den Eldarf�hren zuwandten, welche wiederum langsam die Geschwindigkeit drosselten und mit einem Flackern ihre Deflektorschilde deaktivierten. "Wartet, bis sie n�her gekommen sind und die Andocksequenz begonnen haben," informierte sie die Piloten, "sobald sie sich zwischen uns und dem Schlachtschiff befinden und dessen Schusslinie blockieren, beschleunigt und springt aus dem System! Wir werden einige Stationen hinter uns bringen m�ssen, bis wir auf den Rest der Flotte treffen. Wo befinden sich die Todesklinge und die Seelenqual?"
"Die Schiffe haben das System verlassen, als Lord Kheruakh das Evakuierungssignal gab, mein Lord. Sie sollten Jurn bald erreichen," antwortete der Pilot unterw�rfig. Gut, somit sollte die Heimreise gesichert sein. Li�Ath blickte aus dem Sichtfenster der F�hre und erblickte auf der Acht-Uhr-Position die zweite F�hre, die ebenfalls zum Stillstand gekommen war. In der Ferne wurde eine Staffel imperialer Piranha Abfangj�ger sichtbar, die direkt auf die beiden Dark Eldar Schiffe zu hielten.
Nicht weit hinter den F�hren n�herten sich die Enterboote der Chem-Pan-Sey und fuhren mechanische Stutzen aus, an deren Enden wei�gl�hende Stichflammen sichtbar wurden. Vermutlich um sich durch die Au�enh�lle zu brennen, dachte Li�Ath. Mit klopfendem Herzen beobachtete sie die Enterboote, wie sie auf wenige Meter an die Landef�hren herankamen. "Gleich", schossen Li�Ath die Gedanken durch den Kopf, "nur noch ein kleines St�ck...."
Als die Enterboote pl�tzlich abtauchten und sich mit ihren Steuertriebwerken von unten her den Landef�hren n�herten, diese nach wie vor voll im Schussfeld des lauernden Schlachtschiffes, welches nur darauf wartete, dass die Eldar etwas Un�berlegtes taten.
Verflucht! "Sie haben unseren Plan erkannt" schrie Li�Ath in ihr Kommunikationsger�t und sprang von ihrem Sitz auf, "aktiviert die Sprungsequenz, sofort!!!" Der Pilot rammte mit einem Mal den Schubhebel in die vorderste Position, und die beiden F�hren beschleunigten rapide auf H�chstgeschwindigkeit, die Enterboote schnell hinter sich lassend. Innerhalb eines Wimpernschlages fanden sich die beiden Eldarf�hren im Zentrum eines Lasergewitters wieder. Das kleine Spielchen mit der Beute war vorbei, jetzt ging es um Leben oder Tod.
An der Cockpitkanzel fauchten Lasersalven vorbei und hinterlie�en Brandspuren auf dem durchsichtigen Kunststoff. Geysirartige Gaswolken am Bug des Schlachtschiffes verrieten den Abschuss von Torpedos, welche auf grauen Rauchfahnen reitend schnell die Distanz zu den beiden fl�chtenden F�hren verringerten. Li�Aths F�hre tauchte ruckartig ab und schlug Haken wie ein fl�chtendes Nagetier, als die schwerf�lligen Torpedos �ber, unter und neben der F�hre vorbei in die Leere des Raumes rasten. Ein blendender Blitz lie� Li�Ath aufschrecken, die eskortierende F�hre wurde von einer Lanzensalve des Schlachtschiffes getroffen, wobei die gesamte Hecksektion in einer grellroten Explosionswolke verdampfte. Ihres Antriebs beraubt begann die F�hre zu trudeln und drehte sich unkontrollierbar um die Querachse, bis zwei aufholende Torpedos in das dem Tod geweihten Schiff einschlugen und mit einer dumpfen Explosion das Schiff samt seiner Besatzung in unz�hlige kleine Tr�mmerst�cke sprengten. Eine weitere Explosion sch�ttelte Li�Aths F�hre durch, wobei Li�Ath beinahe das Gleichgewicht verlor.
"Mein Lord, der Plasmaring wurde besch�digt" schrie der Pilot panisch, "wir verlieren schnell an Geschwindigkeit!" "Dann springt endlich!" br�llte Li�Ath zornig, war sie denn nur von Dilettanten umgeben? "Sprung nicht m�glich!" antwortete der Pilot mit vor Angst geweiteten Augen, "wenn wir mit besch�digtem Plasmaring einen Sprung einleiten, riskieren wir einen Bruch der Schwarze-Materie-Injektoren, und das k�nnte dazu f�hren, dass..."
Der Satz wurde durch ein knackendes Ger�usch beendet, als Li�Ath mit beiden H�nden den Kopf des Piloten nahm und ihm mit einem schnellen Ruck das Genick brach. Wutentbrannt zog sie den leblosen K�rper des Dark Eldar vom Pilotensitz und schwang sich selber auf seinen Platz. Auf dem Holodisplay blinkte ein gr�ner Pfeil konstant auf, n�herte sich jedoch auf einer schmalen Linie schnell einer roten Markierung, w�hrend laufend Schadensmeldungen und Berichte �ber die Anzeigen des Cockpits huschten. Ein schrilles Kreischen, das in den Ohren weh tat, drang durch die Au�enh�lle der F�hre, als ein weiterer Streifschuss vorbei jagte. Direkt hinter der F�hre waren die Piranhas in Angriffsreichweite gekommen und starteten soeben eine Salve zielsuchender Raketen, welche sich sofort an die Fersen der Eldarf�hre hefteten.
Li�Ath fluchte lautstark und griff nach dem Hebel f�r die Kurzstrecken-Sprungtriebwerke. Zum Teufel, heute war schlie�lich ein guter Tag zum Sterben! Sie zog ruckartig an dem Hebel, und mit einem noch grelleren Kreischen, das sich schnell in ein jammervolles �chzen der Au�enh�lle umschwang, verwandelten sich die Sterne um die Landef�hre abrupt in Lichtstreifen.
Schmerz.
Unsagbarer, qu�lender, peinigender Schmerz.
Schmerz, der das klare Denken verhindert und einen flehen l�sst, doch wieder in gn�dige Bewusstlosigkeit versinken zu d�rfen.
Dunkelheit.
Ein einzelner Lichtstrahl, der das Dunkel durchbricht und das verbleibende, schmerzgepeinigte Auge blendet.
Bewegung.
Schepperndes Metall, das zur Seite geschleudert wird, das Kreischen von Kreiss�gen, Funken, das Fauchen von Schneidbrennern, und starke Arme, die den zerschmetterten K�rper aus dem st�hlernen Gef�ngnis befreien, emporheben aus dem sicheren Tod, zur�ck ins Licht.
Ein roter Schleier im Blick, blendende Lampen, junge M�nner mit verzweifelt wirkenden Gesichtern, schwitzend ob der Anstrengung, Geschrei und laute Rufe, durcheinander, Chaos, ein grauer Helm, dar�ber ein rotes Kreuz auf wei�em Grund.
Der kopflose Torso eines jungen Soldaten mit Abzeichen der Imperialen Armee, �bers�t mit Schnittwunden und gespickt mit Metall- und Glassplittern.
Eine Stimme aus der Ferne, dumpf, hallend.
" ...rt Ihr mich? Inquisitor Amenor? K�nnt Ihr mich ver �"
Gn�dige Dunkelheit.
Ein lang gezogenes Wimmern drang von tief unten aus den dunklen Gassen herauf, das sich schnell zu einem mitleidserregenden Wehklagen steigerte. Ein grausames, irres Kichern �bert�nte kurz die Schmerzenslaute, welche sich zu einem Crescendo erhoben, das selbst dem abgeh�rtetsten und kaltherzigsten Menschen ein Gef�hl des Mitleids entlockt h�tte. Ein schrilles Kreischen unsagbaren Schmerzes hallte von den glatten W�nden des Turmes wider, bevor es nach einer unertr�glich langen Zeitspanne in einem gurgelnden R�cheln zitternd erstarb.
Der aufkommende Wind wehte Kheruakhs langes Haar aus seinem Gesicht, als er den Blick wieder hob und die im Zwielicht funkelnde Br�cke zwischen den beiden Zwillingsplaneten gedankenversunken betrachtete. Das Ger�usch von nackten F��en auf kaltem Stein lie� ihn kurz den Kopf wenden und Sukhram aus den Gem�chern seiner Herrin auf den Balkon kommen sehen. Sie hatte sich eine seidenen Morgenmantel umgeworfen und wirkte gleicherma�en entspannt als auch innerlich zerw�hlt.
"Wusstet Ihr, dass an entlegenen Stellen der Stadt immer noch die Mynibel Erend�is, die Totenblume des Eldarvolkes, w�chst?" begann Kheruakh leise, "einst w�nschte ich mir von Herzen, dass sie eines Tages auch mein Grab bedecken w�rde, aber nun scheint es mir, als ob ein einfaches, schmuckloses Grab, welches schnell in Vergessenheit ger�t, besser f�r jenen geeignet scheint, der sein Volk mit all seinen Versprechen in die Irre gef�hrt und Tod und Leid �ber Seinesgleichen gebracht hat..."
Sukhram z�gerte eine Sekunde, bevor ihre weiche Stimme das S�useln des Windes unterbrach. "Ihr macht Euch zu viele Vorw�rfe," antwortete sie leise, "niemand konnte dieses Ende vorhersehen, Ihr solltet dankbar sein dass Ihr heute noch hier stehen k�nnt. Immerhin habt Ihr einen weiteren Teil des R�tsels gel�st, um den Dunklen Vater zu seinem Volk zur�ck zu bringen..."
Kheruakh drehte sich um, als er das Ger�usch von gepanzerten Stiefeln auf Stein vernahm, und verneigte sich vor Li�Ath, welche aus ihren Gem�chern auf den Balkon getreten war, flankiert von zwei Inccubis ihrer Leibwache.
"Sukhram, ich entlasse euch aus eurem Dienst. Ihr habt gut und tapfer zum Ruhme der Kabale der Rei�enden Klinge und des Schwarzen Herzens gek�mpft, und eure Anstrengungen sollen nicht ohne den euch zustehenden Lohn bleiben. Am Tor wartet eine meiner Gro�f�hren mit dreitausend Gefangenen von Anaris, mit welchen ihr verfahren k�nnt, wie es euch beliebt. Entrichtet Lord Vect meine Gr��e und meine tiefe Dankbarkeit f�r seine �beraus gro�z�gige Unterst�tzung. Ich freue mich bereits auf unser n�chstes Zusammentreffen, um euren zweifelsohne ... au�ergew�hnlichen ... F�higkeiten zu genie�en..." schloss Li�Ath mit sanfter Stimme und strich mit ihrem Zeigefinger �ber Sukhrams err�tende Wange.
Sukhram sah ihr tief in die Augen, bevor sie sich zu einer anmutigen Verbeugung anschickte. "Worte gen�gen nicht, um das �berw�ltigende Gef�hl der Ehre zu beschreiben, f�r euch gegen die Feinde unseres Volkes zu ziehen, und die unendliche Wonne, euch in euren Mu�estunden Gesellschaft leisten zu d�rfen, mein Lord."
Li�Ath nickte leicht bei diesen Worten, ohne den Blick von Sukhram zu nehmen. Sukhram erhob sich und drehte sich zu Kheruakh um. "Schwelgt in den Freuden des Daseins, Kheruakh, bis wir uns wiedersehen..." "Bis wir uns wiedersehen, Sukhram, bis wir uns wiedersehen...," schloss Kheruakh mit leiser Stimme, und bedeutete Ihr seinen Respekt mit einem angedeuteten Nicken.
Sukhram wandte sich ab und verschwand in der Dunkelheit von Li�Aths Gem�chern, in Begleitung der beiden Inccubi welche sie nach drau�en geleiteten.
Kheruakh stand bewegungslos an der Br�stung des Balkons, w�hrend der Wind sein langes Haar und den samtenen Umhang aufbauschte. Aus dem Augenwinkel konnte er Li�Ath sehen, wie sie sich neben ihn gesellte, den Blick wie er in die Ferne richtete und tief einatmete.
"Ich werfe euch nichts vor, Kheruakh," begann sie leise, "ihr wusstet von Anfang an, wie riskant eure selbst auferlegte Mission werden w�rde, und dass die Chancen auf Erfolg verschwindend gering waren. Auch ich habe lange dar�ber nachgedacht, bevor ich mit dazu entschloss, euch die ben�tigten Truppen und Schiffe zur Verf�gung zu stellen. Ihr wisst, wie viele Schiffe von eurer Mission zur�ckgekommen sind?"
Sie machte eine kurze Pause und richtete ihren Blick auf Kheruakhs ausdrucksloses Gesicht, bevor sie sich wieder anhob zu sprechen. "Sieben," sprach sie fast tonlos, "sieben von �ber zweihundert. Die Schiffe der Kabale des Schwarzen Herzens ausgenommen. Unsere Kabale hat noch mehr als genug Truppen, aber gr��ere Feldz�ge k�nnen wir uns nicht leisten bis uns neue Schiffe zur Verf�gung stehen... ."
Sie lie� einige Minuten schweigend verstreichen, bevor sie sich Kheruakh zuwandte. "Ihr wisst, dass die Krieger unserer Kabale euch als Schl�sselfigur dieser Mission sehen. Ihr kennt auch unser Gesetz, Kheruakh, und ihr wisst, dass Ich euch nicht in Schutz nehmen kann ohne die Loyalit�t unserer Krieger und damit meinen Thron zu riskieren. Dracon Sor�enq hat lange genug nach einer M�glichkeit gesucht, an eure Stelle zu treten, und ich f�rchte, dass er diese Gelegenheit nutzen wird. Ihr habt mir lange und loyal gedient, dies ist auch der Grund, dass ich euch gehen lasse, bevor Sor�enqs Krieger euch aufsuchen. Alles was ich tun kann ist, euch viel Gl�ck zu w�nschen, mein Freund, und dass Khaine euch auf euren Wegen leiten soll..."
Kheruakh drehte sich kurz zu Li�Ath um und deutete ein sanftes Nicken an, bevor er sich umwandte und raschen Schrittes den Balkon verlie�. Li�Ath lehnte sich an die Br�stung und lie� ihren Blick �ber die T�rme der Stadt schweifen, bevor von weit her Sor�enqs w�tendes Gebr�ll durch die langgezogenen Hallen der Festung dr�hnte.
Kheruakh schloss eben den kleinen Beh�lter, in welchen er seine wenigen Habseligkeiten gepackt hatte, und reichte ihn einem einfachen Krieger, der kurz einen Diener machte und aus einem Seiteneingang von Kheruakhs Gem�chern verschwand. Vom steinernen Gang her war das Getrappel vieler F��e zu vernehmen, �bert�nt durch die wuchtigen, stampfenden Schritte einer zweifelsohne massigen Gestalt.
"WO IST DIESER SOHN EINER OLABRIANISCHEN TRICHINE, DIESER VERR�TER, DIESE R�CKGRATLOSE MADE???" br�llte eine tiefe Stimme donnernd in die and�chtige Stille der Festung, bevor ein erster dumpfer Schlag gegen die Fl�geltore von Kheruakhs Gem�chern prallte. Ein zweiter, dritter, vierter Schlag h�mmerte gegen die T�ren, welche sich bereits zu biegen begannen.
Kheruakh stand ruhig in der Mitte des Zimmers und wog den k�hlen, schweren Griff des Vollstreckers in seiner Hand, w�hrend er die Augen schloss und kurz durchatmete. Ein bet�ubendes Knistern erf�llte den Raum, und durch die Ritzen der T�r drangen blauwei�e Energieblitze, versengten die samtenen Vorh�nge von Kheruakhs Schlafstatt und erf�llten die Luft des Gemachs mit prickelnder Energie und einem leichten Geruch nach Ozon. Die beiden Inccubi zu Kheruakhs Seiten hoben entschlossen ihre Vollstrecker und bet�tigten die Schockfeld-Emissoren.
Die Klingen der Vollstrecker blitzten wei� auf und erwachten summend zum Leben, als ein letzter m�rderischer Schlag die Tore von Kheruakhs Gem�chern auseinanderbog wie zwei Bl�tter Papier. Hindurch schritt eine st�mmige Gestalt, mit beiden H�nden eine gewaltige Sch�delkeule schwingend, aus deren Augenh�hlen blauwei�e Funken zuckten. �ber dem eldaruntypischen, dicklichen K�rper zierte eine Fleischmaske Sor�enqs absto�endes �u�eres, welches nun den starren, gl�henden Blick auf Kheruakh fixierte.
"So..." begann Sor�enq s�uselnd, "dieser Wurm wagt es also, sich immer noch in diesen heiligen Hallen aufzuhalten und unser Volk mit seiner blo�en Existenz zu besudeln? Ich h�tte dies schon vor langer Zeit tun sollen, Kheruakh, als Ihr noch unbedeutend wart und nicht im Weg meiner Pl�ne wart... aber gl�cklicherweise �ndert sich dies hier und heute," schloss er grimmig l�chelnd und bewegte sich weiter auf Kheruakh zu. Wie ein Mann sprangen die beiden Inccubi vor und schwangen ihre Vollstrecker nach der unf�rmigen Ausgeburt welche sich ihrem Herrn n�herte.
Schneller als ein Auge blinzeln konnte schwang die gewaltige Keule herum, blendete f�r einen Sekundenbruchteil das Auge mit wei�en Energieentladungen und hinterlie� die gebrochenen K�rper zweier Inccubi, welche meterweit gegen die W�nde geschleudert wurden, mit fu�ballgro�en L�chern in der schweren R�stung, bevor sie dagegen prallten und leblos zu Boden sackten. Eine Sekunde der Stille verstrich, als sich rieselnd der Staub legte und Kheruakh lautstark ausatmete.
Sein dunkles Auge �ffnete sich langsam und er lie� blitzend den Vollstrecker aufschnappen, den Blick starr auf Sor�enq gerichtet, und nahm seine rituelle Kampfstellung ein. Der kleine Finger seiner linken Hand dr�ckte sacht auf einen kleinen Schalter seiner Armschiene, neben dem eine gr�ne Diode zu blinken begann und ein unh�rbares Signal nach drau�en sendete. Sor�enq z�gerte eine Sekunde, bevor er mit seiner Sch�delkeule zum Schlag ausholte und sich br�llend gegen Kheruakh warf.
Der erste Schlag lie� Kheruakh zur�cktaumeln, als die Keule flammend gegen seinen Vollstrecker prallte und Sor�enqs hasserf�lltes Gesicht in wei�em Licht badete. Zwei weitere Schl�ge hagelten auf Kheruakh nieder, welche er mit M�h und Not abwehren konnte. Langsam zog er sich zur�ck in Richtung seines Balkons, wobei er den w�tenden Hieben Sor�enqs auswich so gut er konnte. Ein schneller Sto� seines Vollstreckers schnitt glatt durch den Schulterpanzer Sor�enqs und trennte Klingen und Talismane vom matt gl�nzenden Panzer ab.
Sor�enq verlor f�r einen Sekundenbruchteil das Gleichgewicht, und die Energiekeule sauste nur Zentimeter von Kheruakhs Gesicht entfernt durch die Luft. Eine Serie von blitzenden Schl�gen h�mmerte auf Sor�enqs gedrungene Gestalt nieder, welcher jedoch mit einer seine massige Gestalt L�gen strafender Grazie Kheruakhs Attacken m�helos abwehrte.
Die beiden Energiewaffen trafen wieder und wieder wie in einem komplizierten, fremdartigen Tanz aufeinander, wobei sie die umliegenden schwarzen T�rme mit ihren flackernden wei�en Blitzen erhellten. Bis Sor�enq einen gewissen Rhythmus in Kheruakhs Verteidigung erblickte.
Die Sch�delkeule schwang in einer komplizierten Bewegung herum, riss den Schaft des Vollstreckers zur Seite und prallte mit der Wucht einer Dampframme gegen Kheruakhs Brustpanzer. Kheruakh sp�rte, wie seine Rippen knackend barsten, wie ein Knochen der ins Feuer geworfen wird, und wie ihm s�mtliche Luft aus den Lungen gepresst wurde. Vor seinen Augen tanzten schwarze Punkte, unterbrochen von den wei�en Energieblitzen, die an seinem zerschmetterten Brustpanzer vorbeisengten, und durch die Wucht des Schlages wurde er von den F��en gerissen.
Mit den Armen rudernd versuchte er den Rand des Balkongel�nders zu ergreifen, doch zwischen seinen Fingern und dem Marmor der Br�stung schien das rote Zwielicht Commorraghs durch den ersten verh�ngnisvollen Millimeter Zwischenraum. Mit einem leeren Ausdruck in seinen dunklen Augen, ohne Schrei, ohne Wort auf den Lippen, st�rzte er in den bodenlos scheinenden, kilometertiefen schwarzen Abgrund, wobei der Fallwind seinen Umhang wie ein Banner flattern lie� und seine schwarzen Haare ihn sachte, fast z�rtlich umschlungen, wie in einer innigen Umarmung. Das letzte, was er h�rte, war das Heulen des Windes und Sor�enqs markersch�tterndes Triumphgebr�ll weit, weit �ber ihm, bevor er sich der Dunkelheit hingab.
Arita marschierte unruhig auf und ab und zermarterte sich den Kopf. Vor (gef�hlsm��ig) einer Stunde hatte Kheruakh sie in den Hangar der Festung geschickt, mit dem Auftrag, dort auf ihn zu warten.
Wo war er? Warum hatte er sie aus der Sicherheit seines Gemaches in die unteren, gef�hrlicheren Ortschaften der Festung gesandt? Sie hob den Kopf und blickte auf eine Reihe schnittiger J�ger, an deren Elektronik gerade menschliche Sklaven zu arbeiten schienen. Die Luft war erf�llt von zischenden Ger�uschen der Schneidbrenner, mechanischen Hebeger�ten und einem ekelerregenden Gestank nach Schwei�, �l und Blut. Auf einer Antigravplattform �ber ihr hielten mehrere Krieger Wache �ber die Gefangenen, die in der gro�en Halle die besch�digten J�ger instandsetzten.
Arita wandte sich um, als ein einfacher Krieger an sie herantrat. "Verzeiht, Mylady," begann er unterw�rfig, "Lord Kheruakh schickt mich mit einer Botschaft. Wenn er nicht zur�ckkehrt, bis die Todesklinge ankommt, habe ich den Auftrag, Euch meine Dienste zu unterstellen und Euch aus Commorragh zu geleiten. Au�erdem hat er mir dies f�r Euch gegeben." Mit einer unterw�rfigen Verbeugung �berreichte er ihr ein kleines K�stchen, das, wie Arita feststellen sollte, Kheruakhs wenige Habseligkeiten beinhaltete. Sein Ritualmesser, ein glitzernder Anh�nger aus Warpkristall, ein samtenes Tuch in dunkelroter Farbe. Was sollte das? Warum gab er ihr die wenigen wertvollen Sch�tze, die er besa�?
Mit einem mulmigen Gef�hl in der Magengegend begann sie wieder, unruhig auf- und abzugehen, w�hrend sie das K�stchen von einer Hand in die andere wechselte.
Die Harpyie hing wie eine riesige, groteske Spinne an der glatten schwarzen Au�enwand der Festung. Das r�tliche Zwielicht schimmerte auf ihren ledrigen Schwingen und auf der matten Oberfl�che des geschwungenen Helms.
Eine kleine gr�ne Diode blinkte auf ihrem Handgelenk auf als sie den Kopf von hier nach da wandte, unruhig, etwas am Himmel �ber ihr suchend. Lange Sekunden verstrichen, bis weit �ber ihr ein schwarzer Schatten am Himmel auftauchte, der schnell gr��er wurde. Sie zuckte unruhig, verlagerte ihr Gewicht und spannte die Muskeln an wie eine zuschnappende Kobra. Sie konzentrierte sich auf einen imagin�ren Zielpunkt in der freien Luft und stie� sich einen Sekundenbruchteil sp�ter wie eine gespannte Stahlfeder von der Au�enwand ab. Der Schatten wurde mit be�ngstigender Geschwindigkeit gr��er, die Harpyie erreichte den anvisierten Punkt, breitete ihre Arme griffbereit aus und ---
griff ins Leere. Der Schatten war einen Sekundenbruchteil zu fr�h an ihr vorbei gejagt und verschwand blitzartig im Dunkel unter ihr. Die Harpyie stie� einen schrillen, w�tenden Schrei aus und legte mit einem Mal die Fl�gel dicht an den K�rper. Sofort fiel sie wie ein Stein in die Tiefe. Mit kleinen Bewegungen ihrer Fl�gel steuerte sie ihren Fall, bis sie nicht weit unter sich den fallenden Schatten erblickte.
Die Strassen Commorraghs reflektierten das rote Zwielicht und die Harpyie erkannte, dass es nun um jede Sekunde ging. Sie zuckte kurz mit den Fl�geln und beschleunigte abrupt ihren Fall. Weit streckte sie die Arme von sich und erwischte den Saum eines Umhangs, an dem sie sich vorw�rts zog. Sie packte den fallenden Schatten unter den Armen und breitete nur wenige Meter �ber dem Boden mit einem Mal ihre Fl�gel aus.
Mit einem rei�enden Ger�usch ihrer filigranen Membrane zwang die Harpyie den Sturzflug in eine weite Kurve, bis sie knapp �ber dem Boden hinweg rauschte und langsam wieder an H�he gewann, den schlaffen K�rper unter sich in fester Umklammerung haltend.
"Geruht euch, mein Lord," zischte sie, den rauschenden Wind �bert�nend, "ich habe Euch."
Arita sa� auf einem elektrischen Modul in dem gro�en Hangar und spielte geistesabwesend mit dem Warpkristallanh�nger, als sie ein Rauschen in der Luft vernahm. Direkt �ber ihr, in einem ge�ffneten Luk des Daches, war ein gro�er, gefl�gelter Schatten aufgetaucht, welcher sich als eines der fremdartigen Wesen entpuppte, die Arita schon einmal gesehen hatte, damals, nach ihrem Besuch auf der Sch�delebene. Und diese Gestalt trug den schlaffen K�rper Kheruakhs in den Armen.
Erschrocken sprang Arita auf, als auch Kheruakhs Diener sich wieder zu ihr gesellte. Die Harpyie flatterte kurz, bevor sie auf dem Boden aufsetzte und auf Arita und den Diener zutrat. "Eilt euch," zischte sie und �bergab den bewusstlosen K�rper Kheruakhs Diener, welcher ihn sachte zu Boden legte, "Lord Sor�enq ist nicht einfach zu t�uschen, er hat viele loyale Krieger in unseren R�ngen, und es wird nicht lange dauern bis er von Lord Az�Aroths �berleben erf�hrt." Kheruakhs Diener nickte langsam, und die Harpyie drehte sich auf der Stelle um, breitete ihre ledrigen Schwingen aus und verschwand schnell wie ein Pfeil durch das ge�ffnete Dachfenster.
Noch bevor Arita etwas sagen konnte, hatte der Diener Kheruakh einen Brustharnisch angelegt, an dem schlagartig kleine Leuchtdioden aufblinkten. "Dieses Ger�t wird seinen Zustand stabilisieren, bis ihr euch in Sicherheit gebracht habt," sagte er knapp und hob Kheruakhs K�rper vom Boden auf. Er bedeutete Arita, ihm zu folgen, und eilte mit langen Schritten aus dem gro�en Hangar, wohl bedacht, au�erhalb der Sichtweite der �berwachungsplattformen zu bleiben.
Atemlos erreichten sie einen kleinen Nebenhangar, der in tiefstem Dunkel lag. "Ihr findet eine Sternenkarte in dem Anh�nger gespeichert, den ihr in eurer Hand tr�gt," erkl�rte der Diener schnell. Arita hob den kleinen, obeliskf�rmigen Anh�nger, der aus einem inneren Licht gl�hte und glitzerte und blickte in seine Tiefen. Im Inneren konnte sie ein schwaches Abbild Commorraghs und mehrere tunnelf�rmige Gebilde sehen, jedoch verschwommen und unkenntlich.
"An Bord befindet sich eine Lesevorrichtung, welche recht einfach zu bedienen ist," fuhr der Diener fort, "ich hoffe Ihr k�nnt einen Void Dragon fliegen?" Mit diesen Worten aktivierte er die Hangarbeleuchtung, welche einen schnittigen, in dunklem Rot lackierten zweisitzigen Void Dragon J�ger in schummriges Licht tauchte.
Nachdem Aritas Blick eine Weile �ber die scharfen Z�ge des J�gers geglitten war, der auf seinen Landekufen inmitten des Hangars ruhte, schritt sie langsam n�her. "Nur leichte terranische Transportmaschinen, f�rchte ich...," antwortete sie nicht ohne ein leichtes Schwanken in der Stimme, "... aber ... habe ich eine Wahl?"
Gemeinsam halfen Arita und der Diener, den immer noch bewusstlosen Kheruakh auf dem Kopilotensitz des Void Dragons festzuschnallen. Unsicher lie� sich Arita auf den Pilotensitz gleiten und folgte mit klopfendem Herzen den Instruktionen des Dieners, der versuchte, Arita innerhalb von f�nf Minuten die Steuerelemente eines Void Dragons zu erkl�ren.
"Ihr m�sst nur ein kleines St�ck selbst Hand anlegen, sobald ihr das Raumdock verlassen habt geht ihr auf Autopilot, er wird euch sicher entlang Lord Kheruakhs Route geleiten."
Der Diener schwang sich rasch von der Tragfl�che des Void Dragons zu Boden. "Verzeiht, Mylady, dass ich euch nicht mehr Hilfe anbieten kann, aber die H�scher Sor�enqs sind m�glicherweise schon unterwegs, und ich werde bei Kr�ften versuchen, eure Flucht zu decken... Khaine auf Euren Wegen!" Er verneigte sich knapp und st�rmte aus dem Hangar, dessen gewaltige Fl�geltore sich nun zur Seite schoben.
Mit zitternden Fingern griff Arita nach den Kontrollen, die entfernt an einen terranischen J�ger erinnerten, und versuchte sich zu entspannen. Es war zwar schon l�nger her, dass sie etwas �hnliches geflogen hatte, aber gewisse Sachen verlernte man einfach nie. Sie dr�ckte den Schubhebel langsam nach vorne und wurde in ihren Sitz gepresst, als der Void Dragon einen ruckartigen Satz nach vorne machte. Geistesgegenw�rtig dr�ckte sie den Schalter f�r die Verriegelung des Kabinendaches, bevor der Void Dragon wie ein roter Blitz aus dem Raumdock schoss, einen kometenartigen Schweif aus Staubpartikeln hinter sich herziehend. Wie �blich herrschte dichtes Treiben um das Raumdock Commorraghs, doch Arita konnte keine offensichtlichen Verfolger erkennen. Ruckartig brachte sie den Schubhebel in die vorderste Position, die Triebwerke br�llten unter der enormen Belastung auf und beinahe gleichzeitig begann eine kleine Anzeige des Armaturenbretts rot zu flackern.
"Ich hoffe nur, Du hast alle eventuellen Zwischenf�lle zu deiner Rechnung hinzugef�gt, Kheruakh ..." sagte Arita laut zu sich selbst und biss sich auf die Lippen, als sie die Anzeige bet�tigte.
Der Raum um den Void Dragon begann sich zu verschieben, zu verzerren, und die Zwillingsplaneten hinter Ihnen schienen sich zu dehnen, bis sie von einem Ende des Universums zum anderen zu reichen schienen. In der Leere des Raumes �ffnete sich eine glei�ende Scheibe aus Licht, aus deren Inneren Blitze in das r�tliche Umgebungslicht flackerten.
Der Void Dragon tauchte in die blendende Scheibe ein, wie ein cadianischer Eisvogel die Wasseroberfl�che durchbricht, und mit einem ohrenbet�ubenden Knall schrumpfte die Lichtscheibe blitzartig auf einen stecknadelkopfgro�en Lichtpunkt zusammen, welcher nach einigen Sekunden verblasste und nur das r�tliche Schimmern Commoraghs zur�cklie�.
ENDE