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SEBASTIAN KUHN - "DER ERSTE PLANET"

TEIL I

"Das ist es, DAS IST ES", Geotavan lief ganz aufgeregt durch den Raum," Das ist es. WIR haben ES geschafft!"
"Nicht wir, Meister sie waren es, ich bin beeindruckt, ganz ehrlich", auch Ravenor war außer sich.
Beide liefen wie aufgescheuchte Hühner durch das Laboratorium welches in einem grünlichem halbdustern lag, was nur ab und zu von einem hellen Lichtstrahl durchbrochen wurde. Beide blickten immer wieder auf ihr Werk, ein unscheinbar wirkender Felsbrocken, ein Asteroid aus dem All, er wirkte absolut leblos und trotzdem war er es nicht. Wenn man genau hinsah bemerkte man einen kleinen grünlichen Schimmer auf seiner Oberfläche...

Wie Schatten wirkte die Erinnerung, als der Traum endete. Geotavan schreckte aus seiner Stasis auf als der monotore Gesang der Mönche einsetzte. Diese Erinnerung kam immer wieder, obwohl sie Jahrzehnte zurücklag, es war sein großer Tag gewesen, seitdem war viel passiert. Seine Entdeckung war so bahnbrechend gewesen, das er sogar zum Rat der Alten gerufen wurde um vor dem großen Vater seine Erfindung zu präsentieren. Und wieder brachen die Erinnerungen über ihn herein.

"Geotavan, man berichtet sie hätten eine bahnbrechende Erfindung gemacht, legt sie hier dar!" Die Stimme des großen Vaters hallte in Geotavans Kopf nach. Er befand sich in einem kreisrunden Raum, wo er auf dem auf den Boden gemalten Zeichen der Mutter des Lebens und der Erde - einer Ellipse in deren Mittelpunkt ein Tautropfen stilisiert mit einer aufgehenden Sonne prangte - kniete. Er hielt seinen Kopf gesenkt, denn er hätte den kalten Blicken des Rates der Alten niemals standgehalten, so glaubte er jedenfalls. "Erhebt euch, Geotavan" Wieder hörte Geotavan die Aufforderung, aber er war vor lauter Ehrfurcht erstarrt. "Erhebt euch, Geotavan" Geotavan glaubte eine Spur Spott in der sonoren Bassstimme des großen Vaters zu hören, "wollt ihr uns eure Entdeckung nicht zeigen?"
Nun kam Leben in Geotavan, er richtete sich vorsichtig auf, hielt den Kopf jedoch weiterhin tief auf seine Brust gesenkt. "Schaut mich an, Geotavan". Vorsichtig hob Geotavan den Kopf und riskierte vor Ehrfurcht am ganzen Körper zitternd einen Blick auf den Vater, und senkte ihn schnell wieder, so beeindruckend und ehrfurchterbietend war der große Vater, eine gut drei Meter hohe Gestalt, eingehüllt in weiße Gewänder, trotz seines offensichtlich hohen Alters war seine Haut noch immer grün wie das eines jungen Triebes des ersten Zyklus, unter seiner Haut pulsierten Muskeln und das Firgun, das Körperweite Nervensystem, welches für jeden Gaia typisch ist, nur war es beim ihm besonders stark ausgebildet, so dass es sogar von außen erahnbar war. Auf seinem Kopf zwischen den grünen Haaren lag das Symbol seiner Würde, ein schlichter Ring aus einem dem Silber nicht unähnlichen Metall in denen das Symbol der Erdmutter eingelassen war. Der breite Mund und die tiefschwarzen Augen, in die Geotavan geblickt hatte, strahlten Zuversicht und ehrliches Interesse aus und schienen ihn ermutigen zu wollen anzufangen.
Nochmals erhob Geotavan seinen Kopf und beschloss einen Blick in die Runde des Rates zu werfen, der ausschließlich aus altgedienten Vätern wie dem großen Vater bestand, die jedoch längst nicht so mächtig wie dieser waren. Der große Vater nickte und dachte zu Geotavan: "Nur Mut, wir würden alle gerne wissen wie eure große Erfindung funktioniert."
Geotavan erstarrte, dann hatte der große Vater also gar nicht mit ihm gesprochen, er hatte telepartiert!
Vorsichtig und mit zittriger Stimme begann Geotavan zu sprechen: "Großer Vater, hoher Rat der Alten, seit gut einem Tarn haben ich und mein Assistent Versuche mit Gestein gemacht, das vom alten Feind befallen worden war!" Er hörte ein Raunen in seinem Kopf, im Raum blieb es jedoch bis auf seine eigene Stimme ruhig.
"Wir haben dabei mit verschiedenen Grundbausteinen der Erbstruktur experimentiert, und dabei entdeckt, dass
immer das selbe Element eine wichtige Rolle spielt, nämlich Schwefel! Jedoch kann kein Leben entstehen, wenn nicht auch noch einige andere Elemente in einem bestimmten Verhältnis zu einander stehen. Doch auch wenn eben diese Konstellation genau passt, entsteht noch immer nicht Leben wie wir es kennen, es benötigt einen Indikator, der eben die wichtigen Prozesse in Gang setzt. Ich habe eben diesen Indikator gefunden!" Wieder raunte es in seinem Kopf, jedoch wurde er langsam sicherer und seine Stimme fester, denn nun war er in seinem Element. "Dieser Indikator kann in Verbindung von genügend Licht eine Reaktion in Gang setzten, die in einem funktionierenden Ökosystem endet.
Ich möchte ihnen den Grundvorgang darstellen. Auf einem Planeten, der vom alten Feind absorbiert wurde befindet sich zwar keine Biomasse mehr, jedoch sind die entsprechenden Elemente noch immer vorhanden, da sie mineralischer und nicht biologischer Natur sind." Inzwischen ist von Ravenor ein rollender Tisch auf dem ein großer Steinbrocken lag hereingerollt worden. "Dieser Brocken toten Gesteins", fuhr Geotavan fort, "stammt von dem Planeten Desiron, einem Planeten, der wie wir alle wissen vor einiger Zeit vom alten Feind absorbiert wurde.
Nun möchte ich ihnen Beweisen das meine Erfindung funktioniert." Geotavan nahm von dem Tisch eine kleine Ampulle aus durchsichtigen Quarz in der eine grünliche Flüssigkeit herumschwappte. "Dies ist", fuhr Geotavan fort, "dies ist eine von mir hergestellte Katalysatorflüssigkeit, die ich in langwierigen und komplizierten Prozessen gewonnen habe, über deren Einzelheiten ich nicht sprechen werde um sie nicht zu langweilen, in jedem Fall aber beschleunigt sie den Prozeß des Lebens enorm und macht ihn teilweise auch erst möglich. Ich war so frei sie nach mir zu benennen und bezeichne sie hiermit als Geotavanaxin!" Mit diesen Worten führte seine schmale Hand mit ihren filigranen Fingern die Ampulle über den Brocken und goß sie vorsichtig darüber aus. Als die smaragdene Flüssigkeit auf den Brocken traf, begann sie zu zischen und zu sprudeln und überzog die Oberfläche des Brockens vollkommen, grünlicher Rauch stieg auf und Geotavan fuhr unwillkürlich zurück. Als sich der Rauch wieder legte konnte man auf der Oberfläche des Brockens eine dünne grünliche Schicht erkennen, jedoch war es nicht die Flüssigkeit, sondern es schien eine Art Pflanze zu sein. "Natürlich hat mein Elixier die Pflanzen nicht direkt entstehen lassen, jedoch wandelte sie den Boden so um, dass eine mikroskopisch kleine Parasitenpflanze, die normalerweise im Weltraum lebt, sich darauf niederließ und schlagartig mutierte. Die Sporen dieser Pflanzen sind mit in das Geotavanxin hineingemischt worden und geben ihr auch die grünliche Farbe."
Als Geotavan geendet hatte, erhob sich der große Vater würdevoll zu seiner ganzen Größe auf und sprach nicht weniger würdevoll: "Geotavan, sie haben sich um das Volk der Gaia verdient gemacht. Zu Ehrung ihrer herausragenden Leistung, soll ihnen der Eintritt ihn das Jevundakloster erlaubt sein, wo sie der Lebensmutter dienen und zum Vater aufsteigen werden."
Geotavan war wie vor den Kopf gestoßen, er sollte ins Jevundakloster? Diese Ehre war sonst nur großen Kriegern vorbehalten. Ihm wurde schwindelig und stotterte einen Dank hervor und würde daraufhin von zwei in Roben gehüllten Wachen hinausgeführt...

Wieder schreckte Geotavan auf, als er an der Schulter berührt wurde, "Bruder es ist Zeit, seid ihr bereit?" Stumm nickte er und ging gemessenen Schrittes hinter dem Bruder her. Während sie schweigend mit gebeugten Köpfen unter den Kapuzen ihrer weiten erdfarbenen Roben den Gang entlang gingen, dachte Geotavan nach: "Jetzt ist es schon Monate her seit dem ich hierhin gekommen bin, es ist einsam hier, doch ich hab viel gelernt, wie man kämpft, pah ich und kämpfen, mein Gebiet ist die Forschung, wie gerne wäre ich wieder in einem Labor. Aber noch lieber bin ich hier, denn ich habe ja auch sonst viel gelernt und heute ist das Ritual der Weihung." So in Gedanken vertieft erreichten Geotavan und der namenlose Bruder die Große Halle, tief im Keller des Elliptischen Klosterbaus. Als die beiden durch einen gotisches Torbogen die mit grünlichen Licht durchflutete Halle betraten, war ihr Weg gesäumt von Brüdern in braunen Roben. Die Gasse, die die Brüder bildeten führte zu einem ovalen Becken weißen Marmors, das bis kurz unter den Rand mit einer Quecksilber ähnelnden Flüssigkeit gefüllt war, überall im Raum standen Pflanzen aller Art auf Tischen und Bänken oder wuchsen aus dem losen Lehmboden heraus. In der Mitte des Raumes befand sich eine Runde Plattform polierten Obsidians von einer Höhe von ungefähr einem Meter, auf der Plattform war das Zeichen der Mutter des Lebens eingraviert und mit weißer Farbe unterlegt war, im Mittelpunkt der Platte genau auf dem Tautropfen stand das Becken, zu dem eine Treppe aus Obsidian hinaufführte. Geotavan genoß es, den weichen Boden unter den wurzelartigen Füßen zu spüren. Still verließ der Bruder seine Seite und reihte sich in die Phalanx der anderen Mönche ein. Mit einem etwas mulmigen Gefühl schritt Geotavan auf die Treppe zu. Auf einmal stimmten die Mönche einen uralten Gesang an, der langsam lauter wurde. Es war ein tiefer Gesang der leicht und trotzdem kraftvoll klang, die Mönche sangen die Weise in einem Kanon, der den Gesang eine gewellte Struktur gab. Geotavan schritt langsam auf das Becken zu, der Gesang schwoll weiter an, kurz vor dem Becken blieb Geotavan stehen und von links und rechts traten jeweils ein Gaia an Geotavan heran und nahmen im seine Robe ab und führten ihn zum Becken. Inzwischen waren die anderen Mönche an den Rand des Beckens getreten. Unter dem ständigen Gesang der Mönche tauchte Geotavan in die Flüssigkeit ein, die als die Essenz des Lebens bekannt ist...

Als Geotavan wieder erwachte war es dunkel um ihn herum, er lag auf dem Rücken auf einer harten Pritsche. Er fühlte sich größer, er wußte nicht wie lange er in der Essenz gewesen war, es schien nur ein Moment gewesen zu sein, aber sicher war es sich nicht. Als er sich aufsetzte fuhr er direkt zurück, da sein gesamter Körper von innen wie Feuer brannte. Er fühlte sich erschöpft, kam jedoch nicht zur Ruhe, da so viele Gedanken ihn quälten, und nicht alle waren von ihm! Erschöpft, versuchte er sich erneut aufzuraffen, doch die Macht der fremden Gedanken drückte ihn erneut zu Boden. Er versuchte seine Gedanken zu ordnen und schaffte es schließlich auch.
Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis er es schaffte sich aufzusetzen. Geotavan starrte in die Dunkelheit hinein, ganz damit beschäftigt, nicht zu denken. Endlich nach Stunden, wie er meinte, hörte er ein schabendes Geräusch, und als er sich der Quelle des Geräuschs zuwand sah er einen schmalen Lichtstrahl aus der schwarzen Wand dringen, der sich langsam verbreiterte und schließlich zu einem Rechteck aus gleißenden Licht angewachsen war. In die entstandene Türöffnung trat ein Schatten, mit einer Geste bedeutete er Geotavan aufzustehen und ihm zu folgen. Geotavan erhob sich mühsam und schleppte sich hinter dem Schatten durch die Tür. Als er sich in den Gang begab, wurde er von dem gleißenden Licht geblendet, gewöhnte sich jedoch schnell und spürte neue Kraft durch seinen Körper pulsieren. Endlich hatte er genug Kraft um sich umzusehen. Er befand sich mitten auf einer Straße , die mitten durch eine kleine Ansammlung von Kuppelförmigen weißen Gebäuden, welche an einen Wald und an einem See lag. Überall zwischen den Gebäuden schritten Gaia in weißen Roben, ebensolche wie auch Geotavan eine trug, völlig schlicht bis auf die silbernen und grünen Verzierungen an den Ärmeln und eine Brosche in Form des Symbols der Mutter des Lebens, die die Robe zusammenhielt. Jeder dieser Gaia schien vollkommen in sich selbst versunken und in tiefer Meditation befunden. Geotavan folgte dem hochgewachsenen Gaia, der bis jetzt still geblieben war.
"Wohin gehen wir?"
"Schweig, Jungvater." antwortete der Gaia
Still gingen sie auf den See zu, Geotavan war vollkommen eingeschüchtert und sagte gar nichts als der Bruder an den See trat. Erst jetzt merkte Geotavan wie groß der andere war, mindestens 2 Meter 30, und er war fast genau so groß wie der andere!
"Nun, Bruder ihr seit neu hier, hier werdet ihr lernen eure neuen Kräfte zu meistern und die alten zu perfektionieren. Ihr werdet in allen Arten des Kampfes geschult, sowohl psychisch als auch physisch."
"Moment einmal, kämpfen? Ich? Ich bin Forscher, kein Krieger"
"Auch forschen werdet ihr können, eure erste Pflicht ist jedoch euer Volk zu führen und zu schützen und dafür müßt ihr kämpfen können."
Mit einem resignierenden Schulterzucken fügte sich Geotavan in sein Schicksal.
Er lernte den Umgang mit allen Waffentypen der Gaia vom Dornengewehr über die Bedienung einer Kernsamenschleuder bis hin zum Jaketayin, dem traditionellen Amtsstab der Väter.
Niemals lernte er zusammen mit den anderen Jungvätern , obwohl, wie er von seinen Lehrern erfuhr, mehrere Aspiranten nahezu zur gleichen Zeit dem Ritual der Weihung unterzogen worden waren. Er verabscheute das Training an der Waffe, vermied jedoch darüber zu sprechen und daran zu denken. Allerdings eines liebte er, die Spaziergänge in den Hainen der Klosteranlage wo er mit dem Bruder, den er zuerst hier gesehen hatte, meditierte und lernte das Bewußtsein der Erdmutter zu kontrollieren und friedlich zu nutzen, oft verschmolz er mit der Mutter des Lebens, war ganz eins mit ihr. Jedoch wurden ihm von Bewußtsein der Natur nicht nur friedfertige Bilder übermittelt, dieser Planet war einst vom alten Feind überfallen worden. Geotavan baute langsam einen ungezähmten Hass auf den alten Feind auf, als er Bilder fallender Bäume und sterbender Gaia sah, oft bekam er Alpträume und sein Firgun schmerzte vor altem Schmerz. Nun sah er ein warum er lernen musste Waffen zu beherrschen. Auch körperlich wurde er stärker und vor allen Dingen größer. Nachdem er fast einen Zyklus trainiert und Körper und Geist gestählt hatte, wurde er mitten in einer Meditationsübung von einem Hochgewachsenen Gaia aufgesucht. Geotavan ließ sich nicht stören und ließ den anderen bis zu Ende seiner Übung warten, gut eine Stunde! Schließlich erhob sich Geotavan und sah den anderen an und registrierte, das dieser schon sehr alt sein mußte, den er war schon leicht gekrümmt und besaß eine spröde leicht gebräunte Haut, auch er trug eine weiße Robe, jedoch war auf seine Brustseite das Symbol der Mutter des Lebens in grün und Silber gestickt. "Ich bin Gozovon, Abgesandter vom Rat der Alten und Priester unser allseits geliebten Mutter. Ich grüße sie Geotavan."
"Auch ich grüße sie ehrwürdiger Priester, was will der hohe Rat von mir, ich habe meine Ausbildung noch nicht beendet."
"Sie ist beendet, sie waren der bisher beste Absolvent und nun brauchen wir ihre Hilfe."
"Meine Hilfe? Wie kann ich helfen?"
"Seit sie vor 22 Jahren ihr Geotavaxin vorgestellt hatten, wurde es soweit verbessert und in Megatonnen produziert. Nun werden wir einen Großversuch starten."
"Großversuch?" Geotavan war vollkommen verwirrt, "Was für ein Großversuch?"
"Erinnern sie sich noch an Desiron? Wir sind nun soweit, zu versuchen ihn wiederzubeleben und dafür brauchen wir ihre Hilfe! Sie werden die Wiederbelebung überwachen und der Großvater dieser neuen Kolonie werden."
"Ich bitte sie, das ist zuviel der Ehre"
"Sie werden diese Aktion überwachen, aus zwei Gründen, erstens sind sie der beste Jungvater seit langen und zweitens haben sie das Geotavaxin erfunden, ihnen gebührt die Ehre, aber seien sie gewarnt, Desiron liegt weit von unserem Gebiet entfernt, ihre einzige Überlebensmöglichkeit bei Kontakt mit anderen Spezies, außer dem alten Feind ist sich zu verstecken oder den Weg der Diplomatie einzuschlagen. Sollten sie auf den alten Feind treffen, kontaktieren sie sofort Geotax! Ansonsten haben sie nicht mit unserer Hilfe zu rechnen, gegen einen massiven Angriff können wir uns frühestens in 10 Zyklen wehren. Bis dahin sind sie auf sich allein gestellt."
"Ich danke ihnen" Geotavan verneigte sich vor dem ehrwürdigen Priester und folgte ihm als er sich umwandte und ging. Sie gingen auf die andere Seite des Waldes wo auf einer natürlichen Lichtung ein Ovaler Gleiter stand, dessen Oberfläche wie Silber in der Sonne glitzerte.
Langsam schritten sie auf den Gleiter zu und stiegen über eine kleine Rampe in das Innere des Raumschiffes. Dort wies sie der Pilot an sich enganliegende Anzüge aus einem metallenen Stoff anzuziehen, "das sollten sie lieber anziehen, der Druck der im All nicht mehr auf ihrem Körper liegt wird hiermit nachgeahmt, außerdem sorgt es, bis wir auf dem Mutterschiff sind dafür, das sie keine Schäden durch fehlende Photosyntese erleiden."
Schweigend nickte Geotavan, zog seine Robe aus, legte den Anzug an und legte sich seine Robe wieder um. Kurz nachdem sie sich in ihre Sitzschalen gesetzt hatten erbebte der Gleiter und hob ab.
Geotavan überkam eine leichte Übelkeit, ließ sich jedoch nichts anmerken. Nach kurzer Zeit glaubte er sich leichter, "Wir haben soeben die Atmosphäre von Geotax verlassen, Kontakt mit Mutterschiff in 10 Minuten, Sichtschirm öffnen." Geotavan verschlug der Anblick den Atem, als sich der Sichtschirm aufklärte und Sicht auf eine Flotte von verschieden großen Schiffen, fast alle in Ovaler Form, bis auf das eine auf das sie zuflogen, es war geformt wie ein Mantarochen, flach und äußerst grazil und dennoch stark.
Langsam näherte sich ihr Raumschiff dem Heck des Mutterschiffes, wo sich nahtlos eine Klappe öffnete und sie einließ. Ihr Gleiter blieb über der Landerampe in einem Schwebezustand bis sich die Luke schloss, dann fuhren Kufen aus dem Rumpf des Gleiters die über die gesamte Länge des Raumschiffes reichten, anschließend sank ihr Gefährt herunter bis die Kufen den Boden berührten. Geotavan wartete ungeduldig an der Seite von Gozovon bis sich die Rampe auf den Boden senkte. Beide schritten würdevoll die Rampe hinunter bis sie auf dem Deck ankamen, wo sie von in Silber gewandeten Gaia in Empfang genommen wurden, einer der hochgewachsenen Gestalten löste sich aus der Formation und schritt auf sie zu, verbeugte sich vor dem Priester und nickte Geotavan zu:" Willkommen auf der ‚Iuno‘ ehrwürdiger Priester, Jungvater, wollen sie mit auf die Brücke kommen, dort können wir alles besprechen."
"Ich danke ihnen für die freundliche Begrüßung, Kapitän. Aber unser junger Freund", bei diesen Worten wies er auf Geotavan," braucht seine Ruhe, es ist sein erster Raumflug. Ich komme mit, während unser Jungvater sich erholt. Ich verabschiede mich". Geotavan und Gozovon verneigten sich voreinander. Während der Priester und der Kapitän in den einen Tunnel verschwanden, führte einer der Wachen Geotavan in einen anderen Gang und zeigte ihm ein luxuriöses Quartier und Geotavan bedankte sich und zog sich zurück.

Ausgeruht erschien Geotavan nach ein paar Stunden im Besprechungsraum des Schiffes, wo er den Kapitän und Gozovon vorfand wie sie sich eine Holographie eines kargen Planeten ansahen, die mitten im Raum schwebte.
"Für die Mutter einen neuer Tag", grüßte Geotavan.
"Einen neuen Tag wünsche ich euch auch, Jungvater, habt ihr euch gut erholt, ihr wirkt erfrischt."
"Ja, danke der Nachfrage. Sind wir schon angekommen?"
"Ja, in wenigen Stunden befinden wir uns mit der Umlaufbahn von Desiron. Wir haben 30 Schiffe mit Kolonisten und 10 Tankschiffe voll mit Geotavaxin. Wie genau wollt ihr vorgehen? Wir haben zwar schon eigene Pläne aber wir wollen eure Vorschläge hören."
" Ich dachte an Kapseln die auf die Oberfläche des Planeten geschossen werden und von da aus das Geotavaxin versprühen. Oder wir setzten unsere Gleiter ein und versprühen es auf diese Weise."
"Ich bin für die zweite Variante, wir können eigentlich kein Material entbehren, und indem wir die Gleiter Nutzen verlieren wir nichts, sollte es nicht funktionieren." warf er Kapitän ein.
"Nun gut", stimmte Gozovon zu," die Idee mit den Sprühgleitern war auch mir gekommen, es sei, beginnen wir mit den Vorbereitungen.
"Bald wird dieser Planet wieder erblühen und das ist mein Werk." Dachte Geotavan stolz.

Stunden später war die gesamte Flotte im Orbit von Desiron. Geotavan, Dozovon und der Kapitän, der inzwischen als Gilfervun vorgestellt hatte, standen nebeneinander und sahen zu wie die umgerüsteten Gleiter ausschwärmten und zu hunderten Richtung Planeten flogen. Einige Minuten nachdem die Schiffe in die Atmosphäre eingedrungen waren, tauchten überall auf der Oberfläche riesige grüne Wolken auf. Nach kurzer Zeit war der gesamte Planet in einer einzigen grünen Wolke eingehüllt. "Bis sich die Wolken legen werden, wird einige Zeit vergehen, bereitet die Transplantation der anderen Pflanzensamen vor, Kapitän. Danach sollen sich die Kolonisten bereit machen." Mit einem militärischen Gruß verabschiedete sich Gilfervun.
"Und nun möchte ich mich mit ihnen unterhalten, mein junger Freund. Es ist höchst beeindruckend was ihr bis jetzt und für ihr geringes Alter vollbracht habt. Der hohe Rat hält große Stücke auf sie, sie werden ihn nicht enttäuschen, sie dürfen ihn nicht enttäuschen! Für dieses Projekt wurden viele Ressourcen eingesetzt, wenn sie versagen müssten wir praktisch neu anfangen und zwar von Grund an. Wir führen mehrere hundert Ableger mit uns, eine ganze Generation! Seien sie also vorsichtig, verschwenden sie nichts, sie werden keinen Nachschub erhalten. Ihre Aufgabe ist einfach, jedenfalls scheint es sie zu sein. Kommen sie mit ich will ihnen die einzelnen Phasen erklären." Mit diesen Worten schritt der Priester zu der Holographie in der Mitte des Raumes und bedeutete Geotavan mit einer ausholenden Geste zu folgen. Interessiert wandte er sich der Holographie des Planeten zu, während er Gozovons Worten lauschte:" Dies ist Desiron, wie er jetzt aussieht, ein karger toter Planet, ohne jede Vegetation und Wasser, nachdem die erste Phase der Transformation abgeschlossen ist erzeugen wir Wasser welches zu gut einem Viertel den Planeten bedecken wird, daraufhin werden die Setzlinge verteilt, dies sind die zweite und dritte Phase." Jedesmal wenn Gozovon eine Phase erklärt hatte änderte sich das Bildnis des Planeten, bis er sich schließlich als vor leben pulsierendes Paradies präsentierte.
Geotavan hatte Gozovon anfangs äußerst interessiert zugehört, dessen monotone Stimme rückte jedoch schnell in den Hintergrund angesichts des zukünftigen Wunders, das sich vor Geotavans Augen abspielte.
Als der Priester seinen Vortrag beendet hatte starrte Geotavan noch immer in die künstlich erzeugt Kugel seiner Zukunft.

Jahre später trat Geotavan aus seinem schlichten weißen Amtsgebäude, auf einem dichtbewaldeten Hochplatou, welches sich auf dem nördlichen Kontinent Desirons befand. Vom Weltraum nicht sichtbar lebten hier schon tausende Gaia, Nachkommen der ersten Ableger, in den Hainen der neu erwachten Welt, es waren jedoch nicht nur Siedler, sondern auch Geotavans Leibgarde aus hundert Gainator, Elitekrieger die ihm überstellt wurden, weniger um ihn zu beschützen sondern vielmehr seinem Status gerecht zu werden.
Er genoß das Leben hier, er spürte die Energie des Lebens in ihm pulsieren, hörte alle Geister aller Gaia dieser Welt in seinem Kopf. Jedoch störte es ihn nicht, er verspührte sogar eine innere Freude darüber. Sie hatten viel geschafft, eine Siedlung in den Bäumen wurde errichtet, sein Haus war bis auf die Kapelle der Mutter des Lebens das einzige. Alles schien ruhig, es schien ruhig...

Unterdessen war der imperiale Frachter 'Protheus' in den realen Raum eingebrochen.
"Verdammter Dreck, Jones, das war knapp. Beinahe hätte die Viecher uns auch erwischt."
"Ja, Kapitän, wir ham' schon Schwein." Der drahtige Steuermann, drehte sich zur Mitte der dunklen, lediglich von roter Notbeleuchtung erhellten Brücke und sah den Kapitän, ein dreckiger, schmieriger, fetter und unrasierter Mann mittleren Alters, hilflos an. "Der Rest der Flotte anscheinend weniger, wir scheinen die einzigen zu sein die durchgekommen sind."
"Verdammte Scheisse, nur ein Schiff von hunderten, was solls machen sie nen Schadensbericht. Erstmal müssen wir hier weg." "Ok, Sir."
Jones salutierte matt und trat ab.
Nach einer halben Stunde schlurte Jones wieder auf die Brücke. "Es sieht schlecht aus Kapitän, unser Antrieb und unsere Navigation ist hinüber, der Ingenieur sagt, er kriege die Navigation wieder hin, allerdings sei der Antrieb ohne Aufenthalt in einem Raumdock nicht zu retten, wir haben lediglich Steuerdüsen."
"Na, herrlich, wir sind verloren."
"Nicht unbedingt, ich habe da eine Idee, unser Funk funktioniert ja noch, wenn wir in die Nähe eines Sternes kämen könnten wir unsere Position bestimmen und die zur nächsten Versorgungsstation schicken, und die werden uns hoffentlich retten."
"Gute Idee, Jones, versuchen wir unser Glück, schließlich will ich die Fracht noch loswerden, ich will ja nicht auf dem Kram sitzen bleiben, hunderttausend Tonnen Eisenerz, das gibt reichlich Knete. Fangen sie an und suchen sie dieses System nach anderen Schiffen der Flotte ab, setzten sie dafür die Shuttles ein."
Um einiges lebhafter salutierte Jones, einen Hoffnungsschimmer in den Augen.

"Herr Vater" ein junger Gaia eilte über die Wiese auf Geotavan zu
"Der Mutter einen neuen Tag mein junger Freund, warum seit ihr so in Eile?"
"Unsere Gleiter haben ein gigantisches , schwer beschädigtes Schiff das vor gut einer Stunde in dieses System eingedrungen ist gesichtet, kurz danach begannen fremde Gleiter auszuschwärmen, was sollen tun?"
"Das ist in der Tat bedenklich, hält das Schiff seine Position?"
"Nein, es bewegt sich mit minimaler Geschwindigkeit auf den Mittelpunkt des Systems zu."
Gerade als Geotavan etwas einwerfen wollte, trat der Offizier der Gaiantor vor: "Herr, wir müssen handeln, wenn wir entdeckt werden müssen wir unsere neue Heimat aufgeben!"
"Was schlagt ihr vor, Hauptmann Jerdan?"
"Gebt mir 20 Schattenranken, einen Gleiter und ich finde heraus was diese Wesen hier wollen."
"Nein! Unsere einzige Chance zu überleben ist unerkannt zu bleiben."
"Aber wenn wir zögern, kommen mehr und gegen die können wir dann nichts unternehmen."
"Von mir aus schon, aber ich muss Geotax kontakten. Bei diesem Fall muss ich sichergehen, warten sie hier, ich ziehe mich jetzt zurück."
Mit einem Nicken drehte sich Jerdan um und ging zu dem Rest seines Trupps, der Melder hatte sich bereits zurückgezogen.
Inzwischen hatte sich Geotavan auf den Boden seiner Hütte niedergelassen konzentrierte sich auf die Kräfte der Natur, die durch sein Firgun strömte, er bündelte die Energie und dachte an seinen Heimatplaneten Geotax. Innerlich seufzte er auf als er mentales Echo verspürte, er legte sein Problem in Gedanken dar und wartete auf eine Antwort. Als sie schließlich kam, war er überrascht als er einen anderen Geist wahrnahm, als der, der als erster geantwortet hatte, einen bekannten!
"Ich grüße euch Gozovon, ihr kennt mein Problem?"
"Ja ich kenne es."
"Und wie lautet euer Rat"
"Es ist derselbe eures Offiziers."
"Ich danke euch., ich verabschiede mich."
"Nein, nein wartet, ich will noch folgendes hinzufügen..."


"Sir, soeben empfangen von Shuttle fünf keine Signale mehr."
"Hm, Jones, welchen Sektor hat Shuttle fünf denn als letztes kontrolliert, bevor der Kontakt abbrach?"
" Warten se, einen Moment, genau. Sektor 217b, einen Teil des Asteroidengürtels, vielleicht wurden sie von einem kleinen Asteroiden getroffen."
"Möglich isses, schicken sie shuttle 4 und 1 mal vorbei, die sollen sich das mal ansehen. Fliegen sie da mal mit, wir brauchen sie hier im Moment nicht."
"Aye"

Kurz darauf schwebten zwei klobige, kleine Raumschiffe durch eine Wolke kleinster Gesteinsbrocken. Bald meldete sich auf der Brücke von Shuttle eins eine quäkende Stimme aus dem Lautsprecher: "Sir wir haben Shuttle Fünf gefunden, jedenfalls das was davon übrig ist."
"In Ordnung, wir treffen uns an ihrer Position." Knirschend verstummte die Kommunikationsanlage und Jones fiel mit einem Fluch auf den Lippen in den unbequemen Kommandosessel zurück.
Als sie die Position des anderen Shuttels erreicht hatten, hatte die Besatzung von diesem bereits damit begonnen das Wrack zu bergen. Unverkennbar war ein riesiges Loch in der Außenhaut.
"Oh, Mann das soll ein Asteroid gemacht haben?" ungläubig trat der Pilot des Shuttles neben Jones.
"Wer weiß, wir nehmen das Ding erst einmal mit, haben wir eigentlich Leichen gefunden?"
"Keine Ahnung, glaub aber nicht"
"Wie auch immer, wir fliegen erst einmal zurück zur 'Protheus'."

Gut vier Stunden später im Hangar der 'Protheus', Jones kam gerade durch die große Tür mit dem imperialen Adler. Einer der Techniker sah von seinen Notizen auf.
"Ah, da sind sie ja." mit einer ausladenden Geste lud der andere Jones ein, ihm zur Mitte des Raumes zu folgen wo das Wrack des gut 20 Meter langen Raumschiffes lag, in dessen Seitenwand ein Loch von ungefähr einem Meter Durchmesser prangte.
" Guten Tag, Markussen."
"N’Tag, Jones."
"Was war das eigentlich, war das wirklich nen Asterioid?"
"Genau kann ich ihnen das auch nicht sagen, jedoch erscheint mir das Loch zu gleichmäßig, außerdem ist der Rest der Hülle kaum verformt. In das Innere des Shuttels haben wir uns noch nicht gewagt, es könnten sich Oxidationsgase bilden, deshalb haben wir es in einem Kraftfeld belassen."
"Haben sie irgendwelche Leichen gefunden?"
"Wir konnten lediglich zwei der drei Besatzungsmitglieder im All tot bergen, sie erstickten, der letzte muss jedoch noch in dem Shuttel sein. Aber wie gesagt wir wollten das Kraftfeld nicht abschalten
"Jetzt muss es aber ausgeschaltet werden, Befehl vom Chef. Die Sicherheit wurde in Alarm und Bereitschaft versetzt!"
"Warum das denn?" verwirrt fuhr sich der Techniker über seine Glatze, "Ist das wirklich nötig?"
"Sieht so aus, ist halt das pflichtgemäße Vorgehen."
Währenddessen liefen rund 20 Mitglieder der Crew in Armaplastwesten gehüllt und mit Lasergewehren und Laserpistolen bewaffnet in den Raum und nahmen vor Jones und dem Techniker Aufstellung.
"Da sind wir, wie lauten die Befehle?"
"Bleiben sie erst einmal in Bereitschaft und pfuschen sie uns nicht ins Handwerk." Der Techniker war vorgetreten und hatte so schnell mit dem Sprechen angefangen, dass Jones erstaunt zurückschreckte, jedoch fing er sich bald. "Nur die Ruhe, die werden hier im Raum bleiben und aufpassen, dass sie nichts kaputtmachen oder das Sie kaputtgemacht werden." Mit einem Augenzwinkern verließ Jones den Hangar, da er sich bewußt war welcher Diskussion er sich entwunden hatte. Die Techniker bildeten sich auf ihr Verständnis für Maschinen viel ein und sahen deshalb die kräftigen Männer der Sicherheit nicht besonders gerne. Diese Soldaten machten ihrer Meinung nach alles kaputt und seien unvergleichlich tumb. Natürlich war es eher ein freundschaftlicher Streit, "aber wer lässt sich schon gerne in die Karten kucken?"
Unterdessen ist das Kraftfeld um den Shuttle abgeschaltet worden, Markussen, der Cheftechniker, und einer seiner Gehilfen kletterten in das Wrack. Die Soldaten nahmen keine Notiz von ihnen, einige unterhielten sich, ein paar würfelten und nur ihr Anführer sah den beiden Wissenschaftlern aufmerksam hinterher wandte jedoch auch den Kopf ab, als die beiden im Wrack verschwunden waren.
Im inneren herrschte Dunkelheit, lediglich die kleinen Taschenlampen und ein pipsender Sender erhellten den Raum.
Der Assistent verschwand in Richtung Maschinenraum während Markussen das Cockpit untersuchte. Unsicher schlurfte er in Richtung Steuerungsschaltpult als er etwas weiches an seinen Füßen spürte. Als er seine Lampe darauf richtete schrak er zurück. Vor ihm auf dem Boden lag Leichnam des Piloten. Das Gesicht eingefallen und mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. Die Augen quollen aus ihren Höhlen und um den weitaufgerissenen Mund waren Schaumflocken zu sehen. Entsetzt ließ Markussen den Lichtstrahl seiner Lampe weiter an dem Körper des toten Mannes herunter wandern. Als er den Hals erreichte sah er stark ausgeprägte Würgemale. "Was ist hier los?" sagte er leise. Im selben Moment hörte er einen erstickten Aufschrei aus dem Heck des Wracks. "Alles in Ordnung? Myers, hören sie?"
Langsam arbeitete sich der Techniker zum Loch in der Wand, als keine Antwort kam.
"Leutnant, kommen sie, schnell!"
Die Soldaten sahen auf, wie Markussen kreidebleich aus dem Wrack stolperte. "Da, da... da drinn ist irg, irgendetwas."
"Was soll da drinnen sein?"
"Ich weiß n... ." weiter kam er nicht mehr denn ein Speer durchbohrte ihn von hinten, so dass die Spitze noch aus der Brust ragte.
Kurz darauf sprangen gut 10 in silbrige Gewänder gehüllte Wesen aus dem Wrack, mit langen Peitschen und anderen Waffen fielen sie über die vollkommen unvorbereiteten Soldaten her. Trotz heftiger Gegenwehr waren kurz darauf alle Menschen im Hangar tot. Weitere Gestalten kamen aus dem Wrack, die, nachdem sämtliche Ausgänge gesichert waren, das Loch im Wrack flankierten. Aus diesem trat ein sehr hochgewachsenes Wesen heraus. Es nahm seinen Helm ab und Geotavans Gesicht überblickte kurz das Schlachtfeld. Er schritt auf die Leiche von Markussen zu, der inzwischen vorne über gefallen war. Mit einem Ruck zog er seinen Speer aus dem toten Körper.

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Die Jury
"Ein Riesending! Zuerst etwas ungewöhnlich zu lesen, da die Gaia ja kein offizielles GW-Volk sind. Durch die Einbindung von schnoddrigen Imperialen Soldaten kommt aber doch noch Stimmung auf, und man nimmt gern die etwas langatmigen Stellen in Kauf."
"Eigentlich ist die Geschichte zu lang, aber unsere Bedingung war ja, dass der Umfang irrelevant ist, solange die Spannung erhalten bleibt. Und das ist dem Autoren über weite Strecken zweifelsohne gut gelungen."

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